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Bitterstoffe – wahre Wunderstoffe

von Susanne Kirstein

Bitterstoffe – wahre Wunderstoffe

Radicchio und Rukola sind reich an Bitterstoffen.
@Jan-Dirk Hansen

»Bitter« ist die Geschmacksrichtung, die nur wenigen von uns schmeckt. Und doch werden Bitterstoffen viele Heilwirkungen nachgesagt und sie können in unserem Körper wahre Wunder vollbringen. Bitterstoffe bringen den Magen-Darm-Trakt auf Trab und bewähren sich bei vielen Verdauungsstörungen wie Sodbrennen, Magenschmerzen oder Blähbauch.

Dass wir Bitterstoffe nur noch aus wenigen Lebensmitteln, wie z. B. Chicorée, Radicchio, Rukola oder Grapefruit, kennen, liegt daran, dass diese Stoffe durch gezielte Züchtungserfolge nach und nach verschwunden sind. So werden fast nur noch süßere und feinere Obst- und Gemüsesorten angeboten. Leider gingen durch diese Standardisierung viele äußerst gesunde Nährstoffe unserer Nahrung verloren.

Sobald wir etwas Bitteres auf unserer Zunge schmecken, fließt sofort Speichel. Bald darauf wird auch die Produktion der Magensäure angeregt, die Leber liefert mehr Gallensaft und auch in der Bauchspeicheldrüse werden verstärkt Verdauungssäfte produziert. Kurz: der gesamte Stoffwechsel wird angekurbelt.
Essen wir also zu wenig Bitterstoffe, kann unsere Nahrung möglicherweise nicht optimal und vollständig ausgewertet werden. Das führt zu vielfältigen Beschwerden wie z.B. Blähbauch, Verstopfung oder Magenbeschwerden. Bitterstoffe wirken auch wohltuend auf die gesamte Darmgesundheit. Und längst vermutet man, dass viele chronische Erkrankungen ihre Ursache in einem veränderten und gestörten Darmmilieu haben. Nicht zuletzt regulieren Bitterstoffe unseren Appetit, wir essen weniger und die Lust auf Süßes nimmt ab. Es gibt also viele Vorteile, wieder mehr Bitterstoffe zu genießen. In diesen Lebensmitteln finden sie sich noch in nennenswerten Mengen:

  • in Obst und Gemüse: Grapefruits, Chicorée, Endiviensalat, Radicchio, Brokkoli, Rosenkohl, Rukola oder Artischocken sowie in Gersten- und Weizengras-Saft
  • in Kräutern und Gewürzen: Salbei, Thymian, Rosmarin, Löwenzahn (Wurzel und Blätter), Brennnesseln (Wurzel und Blätter), Giersch, Schafgabe, Wegerich, Kurkuma, Schwarzkümmel oder Kardamom

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