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Die Natur entschlackt sich

von Susanne Kirstein

Die Natur entschlackt sich

Die bunten Blätter sind Zeichen der Natur, dass auch sie ihre Kräfte konzentriert.
© Jan-Dirk Hansen

Die Abende werden kürzer, das Sonnenlicht etwas wärmer und sanfter, die Luft ist klar, die Nächte erfrischend – er kündigt sich an, der Altweibersommer. Warum heißt diese schöne Zeit im Jahr eigentlich so? Und warum verwandeln sich die Bäume bald zu einem wahren Farbenmeer? Die bunten Blätter sind Zeichen der Natur, dass auch sie ihre Kräfte konzentriert, sich langsam zurückzieht und Unnötiges abwirft – eine wahre Reinigungszeremonie also. Wie genau die Natur das macht, und was wir aus diesem natürlichen Rhythmus für uns ableiten können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Altweibersommer – sind »alte Weiber« unterwegs?

Woher kommt eigentlich der Begriff »Altweibersommer«? »Weiber« meint keine älteren Damen, sondern »weiben« – eine altdeutsche Bezeichnung für »weben« bzw. Knüpfen von Spinnweben. Und weil es die Zeit nach dem Hochsommer ist, nennt man sie »alter Sommer«, während der Frühling früher als »Frühsommer« bezeichnet wurde. Eine andere Theorie besagt, dass die jetzt vermehrt sichtbaren Spinnen­netze, an denen sich feinste Tau­tröpfchen festsetzen, und die in den Morgen­stunden wunderschön glitzernd sichtbar werden, an silberne, lange Haare älterer Frauen erinnern. Jedenfalls lieben es kleine Spinnen gerade jetzt, sich im lauen Wind an ihren zarten Fäden durch die Luft schaukeln zu lassen, denn sie sind nun auf der Suche nach einem eigenen Revier und Winter­quartier. Diese Flugfäden können mehrere Hundert Meter, ja sogar Kilometer lang sein.

Die Pflanze bündelt ihre Kräfte
und wirft Unnötiges ab

Gleichzeitig mit der Gelb- und Rotfärbung der Blätter zieht sich die Pflanze zurück, nimmt immer weniger Wasser und Nahrung auf und verlagert wichtige Nähr­stoffe und Mineralien von den Blättern zurück in die Äste, den Stamm oder die Wurzeln. Hier sind sie geschützt, überwintern und werden bis zum Frühjahr bewahrt. Ist dieser Rückzug geschehen, kann die Pflanze nun ihre mittler­weile braun gewordenen und vertrockneten Blätter abwerfen und auf diese Weise alten Ballast abwerfen. Alles, was die Blätter den Sommer über auf­gefangen haben an Staub, Schmutz, Umwelt­giften etc., wird die Pflanze nun innerhalb kurzer Zeit los. Sie reinigt sich.

Den Rhythmus der Natur erleben

Diesen Rhythmus der Natur können wir intensiv miterleben und am eigenen Körper erfahren, wenn wir im Herbst fasten. So sind wir der Natur ganz nah. Der Körper befreit sich von unnötigem Ballast, von Umwelt­giften, den Begleitstoffen aus zu stark verarbeiteten Lebens­mitteln. Ein wahrer Befreiungs­schlag des Körpers. Gleich­zeitig kommen wir im Fasten mit ganz wenig Essen aus, fühlen uns wohl, der Körper konzentriert seine Energie, fährt den Stoffwechsel­turbo herunter und zieht sich langsam zurück. Innerlich werden wir stark auf körper­licher und geistiger Ebene und können die kältere Jahreszeit mit viel Wider­standskraft und im inneren Gleich­gewicht erleben – und genießen.

Geht also raus in die Natur und genießt diesen schönen natürlichen Rhythmus. Und vielleicht hat der eine oder andere von Euch Lust, diese Veränderungen, diesen Rückzug der Natur in einer Fasten­wander­woche ganz bewusst mitzuerleben – draußen im Wald bei den täglichen Wanderungen sowie ganz hautnah am eigenen Körper.

Wieder zur Ruhe kommen (@ fotolia-ArTo)
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