Aktuelles

Hier gibt es Neuigkeiten zu den Fastenkursen, -terminen, Buchbesprechungen oder aktuelle Erkennt­nisse rund ums Fasten und gesunde Genießen.

Das Sonnen-Vitamin

von Susanne Kirstein

Das Sonnen-Vitamin

Frau im Rapsfeld (@fotolia)
@fotolia - Roman Gorielov

Schon seit vielen Jahrzehnten ist bekannt, dass Vitamin D den Kalzium­spiegel reguliert und somit für starke und gesunde Knochen sorgt. Erst die jüngere Forschung fand heraus, dass das Allround­vitamin so etwas wie einen Rundum­schutz für viele Erkran­kungen unserer Zeit bietet.

So hat es einen wesent­lichen Einfluss auf unsere Psyche und das Immun­system. Auch spielt es eine große Rolle in der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Der menschliche Körper ist in der Lage, sowohl das über die Nahrung aufge­nommene Vitamin D zu nutzen als auch dieses lebens­wichtige Vitamin selbst zu bilden. Scheint die Sonne bildet der Körper aus dem in der Haut vor­kommenden Choles­terin Vitamin D. So ist der Mensch also nicht rein auf die Nahrungs­zufuhr angewiesen. Es ist also wichtig, hier und da kurze Sonnen­bäder zu nehmen – wohl dosiert natürlich –, denn häufig reichen die Vitamin-D-Mengen in Lachs, Makrele, Sardinen, Eigelb oder Leber nicht aus, um den Bedarf vollständig zu decken.

Heute weiß man, dass das »Sonnen-Vitamin« neben dem Kalzium- und Knochen­stoff­wechsel ein maßgeb­licher Teil des Immun­systems ist und eine vorbeugende bzw. lindernde Wirkung in entzünd­lichen Stoff­wechsel­prozessen hat.

Ursachen eines Vitamin-D-Mangels können sein:

  • kein oder kaum Aufenthalt im Freien
  • vollständige Bedeckung des Körpers durch Kleidung, auch im Sommer
  • ständiger Gebrauch starker Sonnenschutzmittel
  • Übergewicht, weil Vitamin D im Fettgewebe abgelagert wird und dann nicht verfügbar ist
  • Darmerkrankungen mit Resorptionsstörungen
  • Störungen der Fettaufnahme
  • regelmäßige Einnahme bestimmter Medikamente, wie z.B. Kortison, Abführmittel oder Lipidsenker

Symptome eines Mangels

Zunächst sind es recht unspezifische Symptome, wie z.B. chronische Müdig­keit, Nervo­sität, Konzen­trations­mangel oder Freud­losigkeit. Später kommen Allergien, nicht erklärbare Beschwerden in Gelenken, Neigung zu Infekten bis hin zu deutlichen Schmerzen im Körper, vermehrte Nahrungs­mittel­unverträg­lich­keiten oder große Schwäche, Müdig­keit und nieder­geschlagene Stimmung hinzu.

Die optimale Höhe der Vitamin-D-Versorgung kennt man heute noch nicht genau, daher muss man ganz indivi­duell entscheiden und den Blut­spiegel genau prüfen. Es besteht nämlich bei isolierter Einnahme des fett­lös­lichen Vitamins die Gefahr der Über­dosierung.

Tipp Die wichtigste Quelle für Vitamin D sind die Sonnenstrahlen, denn so kann der Körper das Vitamin selbst herstellen. 10 Minuten pro Tag während der Sommer­monate – natürlich unbedeckt und ohne Sonnen­schutz­mittel – tragen ganz erheblich zur Ver­sorgung bei. Man sollte dabei aber in jedem Fall Haut­rötung und vor allem einen Sonnen­brand unbedingt vermeiden. Also: Genießt die Frühlings­sonne – aber achtsam!

Zur Nachrichten-Übersicht