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Fragen rund ums Fasten

von Susanne Kirstein

Fragen rund ums Fasten

Wanderungen am Fluß Regen unterstützen den Fastenerfolg.

Sehr wirksam ist es, einen Fasten­wander­urlaub zu erleben und sich von allen Terminen und Verpflichtungen des Alltags lösen zu können. Wer nicht wegfahren kann oder auch nur ein paar Tage »zwischenfasten« möchte, um die Zeit zum nächsten Fastenurlaub zu überbrücken, findet hier ein paar Tipps, damit das Fasten auch zu Hause zum Erfolg wird.

1. Frage: Warum tut fasten so gut?

Wer regelmäßig fastet, tut spürbar und messbar ganz Entscheidendes, um jung und gesund zu bleiben. Viele Studien belegen das. Beim Fasten wird der gesamte Verdauungsapparat entlastet, der häufig mit Blähbauch, Reizdarm, Allergien und Unverträglichkeiten reagiert und somit aus dem Ruder gelaufen ist. Durch den vorübergehenden Verzicht auf feste Nahrung können Körper und Seele regenerieren und wir fühlen uns wieder leichter und wohler. Durch einseitige oder übermäßige Ernährung können unerwünschte Entzündungsprozesse im Körper ablaufen, die zu Gelenk­beschwerden, Rücken­schmerzen, Stoffwechselschieflagen, rheumatischen Erkrankungen, Kopf­schmerzen, Ungleich­gewicht der Darmflora, erhöhte Anfälligkeit für Infekte u.v.m. führen können.
Bereits wenige, richtig durchgeführte Fastentage können diesen Kreislauf durchbrechen und zur Linderung der Beschwerden führen. Regelmäßiges Fasten über ein paar Tage erhöht den Effekt. Außerdem erleben die meisten einen deutlich spürbaren Energiekick und der Geist wird wunderbar frei: Effekte, die lange anhalten können.

2. Frage: Kann ich von heute auf morgen direkt loslegen?

Im Prinzip kann man das machen, aber ich würde es nicht empfehlen. Wer fastet, braucht Ruhe. Jeder von uns ist in seinem Alltag so eingespannt, dass man sich nicht einfach zurückziehen kann. Das A und O ist die Vorbereitung: Sagen Sie alle beruflichen und privaten Termine ab und nehmen Sie am besten Urlaub. Außerdem: Kühl­schrank leer räumen, reichlich Wasser besorgen, frische Gemüse­brühen vorkochen, einfrieren und täglich portionsweise erhitzen.
Essen Sie bereits zwei Tage vor dem Fasten weniger, trinken Sie keinen Alkohol und schleichen Sie langsam den Kaffee aus, verzichten Sie auf schwer Verdauliches und Süßes. So legen Sie den idealen Grundstein für Ihren Fastenerfolg.
Und nicht vergessen: Stellen Sie sich mental auf Ihre Auszeit ein und sagen Sie Ihren Freunden, wann Sie fasten. Eine Essenseinladung oder das Gläschen Wein zum Ratschen darf dann noch etwas warten.
Wer weg fährt und fern von seinem privaten Umfeld fastet, am besten abgeschieden von kulinarischen Verführungen, die in der Bäckerei, Metzgerei, im Restaurant oder Supermarkt lauern, tut sich ungleich leichter und kann die Fastenzeit viel intensiver genießen. Nach meiner Erfahrung wird das Fasten erst dann ein wunderbares, ganzheitliches Erlebnis, nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist.

3. Frage: Was kann ich tun, wenn der Hunger zu groß wird?

Es klingt paradox: Man spürt beim Fasten keinen Hunger! Wer noch nie gefastet hat, kann es kaum glauben. »Nur Brühe, Tee und Wasser, und das mehrere Tage lang, das halte ich nie durch«. In der Tat ist natürlich wichtig, motiviert und entschlossen in die Fastenzeit zu gehen. Entscheidend ist aber auch, wie das »Nichtessen« begleitet wird. Wer beim Fasten Hunger verspürt, macht mindestens eines der beiden Dinge falsch:
1. Man trinkt zu wenig. Verlassen Sie sich nicht nur auf Ihr Durstgefühl! Bis zu 3 Liter Wasser und Tee täglich müssen es (bei gesunden Personen) sein. Schließlich lösen sich enorm viele Abbauprodukte, die den Körper ja verlassen sollen. Niemand möchte, dass diese Stoffe im Kreislauf des Blutes endlos durch den Körper strömen. Vielmehr sollen sie auf schnellstem Wege z.B. über die Nieren ausgeschieden werden.
2. Die Darmreinigung klappt nicht. Vergessen Sie Ihre Scheu: Ein Einlauf mit lauwarmem Wasser (mehr ist es wirklich nicht!) ist neben dem Trinken das wichtigste Ritual beim Fasten. Es tut nicht weh und ist eines der ältesten Naturheilmittel. Jeder Faster wird es bestätigen: Wenn der Darm leer ist, treten Fastenkrisen so gut wie nicht auf, Kopfschmerzen verschwinden und auch der Hunger hat keine Chance.
Zugegeben: Kommt Appetit auf, muss man sich ablenken, z.B. durch Spazierengehen, lesen oder Kinobesuch. Eine unschätzbare Hilfe ist es, gemeinsam zu fasten – ein Fastenwanderurlaub ist ideal. Da motiviert die Gruppe bei kurzen Durchhängern, den Alltagsstress darf man gänzlich vergessen, tägliche Wanderungen durch die unberührte Natur und – ein großer Vorteil – eine fachkundige Begleitung lässt das Fasten zu einem einzigartigen Erlebnis werden.

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