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Lebergesundheit aus der Natur (Teil 1) – Grapefruit

von Susanne Kirstein

Lebergesundheit aus der Natur – Teil 1

Grapefruit, bitter-saftiger Leberschutz

Die Leber ist die Steuer­zentrale unseres Stoff­wechsels. Ohne sie ist Ver­dauung nicht mög­lich. Darüber hinaus leistet sie den Löwen­anteil an Entgiftung­sarbeit, damit schäd­liche Stoffe wieder aus­ge­schieden werden können. Lese hier, welche gesund­heit­lichen Risiken mit einer Leber­schwäche einher­gehen und erfahre, wie du aktiv gegen­steuerst.

Grapefruit, Leberschutz aus der Natur
© depositfotos

Aktuellen Schätzungen zufolge leidet jeder fünfte Erwachsene an einer Leber­schwäche, Tendenz steigend. Das kann fatale Fol­gen haben, denn bereits im gesunden Zu­stand leistet die Leber Schwerst­arbeit im Verdauungs­geschehen.

Leber – Taktgeber für den Stoffwechsel

Sie steuert den Abbau der Kohlen­hydrate, Fette und Eiweiß­stoffe, die wir über die Nahrung auf­nehmen. Sie produziert den Gallen­saft, der für die Fett­verdauung eine wichtige Rolle spielt. Sie bildet Enzyme, Hormone, Boten­stoffe, speichert Vitamine, Energie in Form von Glu­kose und ist nicht zuletzt das wich­tigste Entgiftungs­organ unseres Körpers. Wenn sie schwächelt, gerät der gesamte Organis­mus in Schief­lage.

Zeichen einer Leberschwäche

Ungesunde, einseitige Ernäh­rung, zu viel Kohlen­hydrate, Alkohol, Medika­mente und Bewegungs­mangel setzen ihr zu und schwächen sie kontinuierlich. Der Stoff­wechsel droht zu entgleisen, die Leber­zellen lagern zu viel Fett ein und können ihre Aufgaben nicht mehr bewältigen. Hier einige typische An­zeichen, wie du eine Leber­schwäche erkennen kannst:

  • Müdigkeit
  • Schwäche und Energielosigkeit
  • Durchschlafstörungen (Erwachen zwischen 1 und 3 Uhr nachts)
  • Kopfschmerz und/oder Migräne
  • schwaches Bindegewebe, Krampfadern
  • Neigung zu Verstopfung
  • Blutgerinnungsstörungen
  • etc.

Soweit muss es nicht kommen! Jeden Tag, mit jeder Mahl­zeit, mit jedem Bissen können wir gegen­steuern, die Leber unter­stützen und sie ent­lasten. Sorgen wir aller­dings nicht recht­zeitig für Erholungs- und Entgiftungs­phasen und stärken wir sie nicht einmal im Jahr mit einer inten­siven Leber­reinigungs­kur, wird der gesamte Organis­mus darunter leiden. Regel­mäßige Fasten­zeiten sind der Königs­weg in Sachen Leber­ent­lastung!

Die Top 5 der Leber-gesunden Lebensmittel

Wer bereits im Alltag, bei den täglichen Mahl­zeiten gezielt auf Lebens­mittel mit hohem Leber­schutz setzt, legt den Grund­stein für ein Leber-gesundes Leben. In diesem Artikel beginne ich eine kleine Serie mit den wichtigsten Leber-stärkenden Lebens­mitteln:

  • Grapefruit
  • Löwenzahn
  • Hülsenfrüchte
  • Brokkoli
  • Äpfel und Apfelessig

Heute geht es um die Power der Grapefruit. In den folgenden Artikeln erfährst du, warum Löwen­zahn, Hülsen­früchte, Brokkoli und Äpfel eben­falls ein hohes Schutz­potenzial für die Leber haben.

Grapefruit – bitter-saftiger Leberschutz

Naringin heißt die Verbin­dung in der Grape­fruit, die sie zu einem wirk­samen Mittel gegen Fett­leber macht. Dieser hoch­wirksame Pflanzen­stoff unter­stützt die Leber beim Abbau von Cholesterin und fett­haltiger Nahrung. Und sie kann vor Dia­betes schützen, denn Naringin macht die Zellen empfind­licher für Insulin, so dass die Bauch­speichel­drüse nicht so viel des Hormons produ­zieren muss. Viele Menschen mit Verdauungs­schwäche profi­tieren eben­falls von der saftigen Frucht – sie regt die Bildung von Magen­saft an, der viele Verdauungs­enzyme enthält.

Vorsicht vor Fruchtzucker

Der ent­scheidende Vorteil der Grape­fruit ist, dass sie zu den Obst­sorten mit geringen Frucht­zucker­gehalt zählt. Obst und der darin ent­haltene Frucht­zucker sind gesund, keine Frage. Aber vielen industriell verar­beiteten Lebens­mitteln werden als Geschmacks­geber oder »Füllmittel« große Mengen an Frucht­zucker (Fruktose) zugesetzt. Das bringt das Fass zum Über­laufen und zwingt die Leber in die Knie! Sie ist über die Maßen belastet und kann die Fruktose­flut nicht mehr verstoff­wechseln. Die Folge: Sie baut das Kohlen­hydrat zu Fett um und depo­niert es schließ­lich in ihren Zellen. Auf kurz oder lang entsteht eine Fettleber, mit allen Risiken und Neben­wirkungen für den Stoff­wechsel! Daher Vorsicht vor zu viel Fruktose: 2 Portionen Obst pro Tag (1 Portion ist das, was in eine Hand passt) sind gesund, versteckte Fruktose in ver­arbeiteten Pro­dukten aus dem Supermarkt ist zu viel. Achte daher auf die Inhalts­stoffe, die auf jedem Etikett deklariert sind. Tarn­namen für industriell zuge­setzte Fruktose sind z.B. Invert­zucker, Glukose-Fruktose-Sirup oder Karamell­zucker­sirup. Lass diese Produkte am besten im Regal liegen und greife zur Grapefruit.

Weitere Teile der Serie »Leberschutz aus der Natur«:

  • Teil 1: Grapefruit
  • Teil 2: Löwenzahn
  • Teil 3: Hülsenfrüchte
  • Teil 4: Brokkoli
  • Teil 5: Äpfel und Apfelessig

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