Selbstcheck: Welcher Esstyp bist du?
Du weißt viel über gesunde Ernährung. Und trotzdem läuft es im Alltag nicht immer so, wie du es dir eigentlich wünschst. Warum? Weil Essen selten nur Biochemie ist. Es ist Stressregulation, Gewohnheit, Emotion, Prägung – und manchmal schlicht Überforderung.
Welcher Esstyp bist zu wirklich?
Im Alltag überdecken Routinen, Termine und Gewohnheiten oft die feinen Signale deines Körpers. Hunger, Appetit, emotionale Impulse oder Stressreaktionen laufen automatisiert ab. Erst wenn z. B. in Fastenzeiten äußere Reize wegfallen – keine Snacks, keine ständige Verfügbarkeit, keine Ablenkung – tritt deutlicher hervor:
- Esse ich aus echtem Hunger oder aus Anspannung?
- Wie reagiert mein Körper auf Stress?
- Was macht der Verzicht emotional mit mir?
- Wie stabil ist mein Energiehaushalt wirklich?
15 Fragen für deinen ehrlichen Selbstcheck
Nimm dir ein paar ruhige Minuten. Antworte spontan und ohne »Schönfärben«. Kreuze jeweils die Antwort an, die am ehesten auf dich zutrifft.
1. Wenn ein stressiger Tag hinter dir liegt, wie reagierst du abends?
- A ☐ Ich brauche etwas zu essen, um runterzukommen – gern süß oder salzig.
- B ☐ Ich habe kaum Appetit und könnte das Essen auch ausfallen lassen.
- C ☐ Ich esse bewusst und regelmäßig, auch wenn der Tag anstrengend war.
2. Wie erlebst du dein Hungergefühl im Alltag?
- A ☐ Es überfällt mich plötzlich – dann muss es schnell gehen.
- B ☐ Ich nehme Hunger oft spät oder kaum wahr.
- C ☐ Ich spüre frühzeitig, wann ich Energie brauche.
3. Wie schnell isst du deine Hauptmahlzeiten?
- A ☐ Meist sehr schnell – oft nebenbei.
- B ☐ Unterschiedlich, manchmal vergesse ich das Essen ganz.
- C ☐ In ruhigem Tempo mit bewussten Pausen.
4. Wie gehst du mit emotional belastenden Situationen um?
- A ☐ Essen tröstet oder lenkt mich ab.
- B ☐ Stress schlägt mir auf den Magen.
- C ☐ Ich suche eher Bewegung, Gespräch oder Rückzug statt Essen.
5. Wie planst du deine Mahlzeiten?
- A ☐ Spontan – ich esse, was gerade verfügbar ist.
- B ☐ Planung fällt mir schwer, oft verschiebe ich Mahlzeiten.
- C ☐ Ich habe eine grobe Struktur und sorge vor.
6. Wie reagiert dein Körper auf längere Esspausen?
- A ☐ Ich werde reizbar, unkonzentriert oder bekomme Heißhunger.
- B ☐ Ich funktioniere weiter, auch ohne zu essen.
- C ☐ Ich merke ein deutliches, aber gut steuerbares Hungergefühl.
7. Welche Rolle spielt Bewegung in deinem Alltag?
- A ☐ Wenn ich gestresst bin, fehlt mir oft die Energie für Sport.
- B ☐ Bei Stress ziehe ich mich eher zurück.
- C ☐ Bewegung hilft mir gezielt beim Stressabbau.
8. Wie sieht dein Essverhalten am Arbeitsplatz aus?
- A ☐ Nebenbei, am Schreibtisch, häufig Snacks.
- B ☐ Ich vergesse Pausen oder esse sehr wenig.
- C ☐ Ich plane bewusste Pausen für Mahlzeiten ein.
9. Wie stark beeinflussen äußere Reize dein Essverhalten (Geruch, Angebot, Gesellschaft)?
- A ☐ Sehr – wenn etwas da ist, greife ich schnell zu.
- B ☐ Wenig – ich habe eher selten Appetit.
- C ☐ Ich nehme es wahr, entscheide aber bewusst.
10. Wie gut kannst du zwischen Hunger und Appetit unterscheiden?
- A ☐ Schwer – ich esse oft »einfach so«.
- B ☐ Ich ignoriere Hunger häufig.
- C ☐ Ich kann beides klar unterscheiden.
11. Wie fühlst du dich nach einer üppigen Mahlzeit?
- A ☐ Kurz zufrieden, danach eher träge oder ärgerlich.
- B ☐ Selten – ich esse meist kleinere Portionen.
- C ☐ Angenehm gesättigt, ohne Völlegefühl.
12. Wie gehst du mit Süßigkeiten oder Snacks im Haus um?
- A ☐ Sie »rufen« mich – besonders in stressigen Phasen.
- B ☐ Ich vergesse sie oft.
- C ☐ Ich genieße sie bewusst in kleinen Mengen.
13. Wie stabil ist dein Energielevel über den Tag?
- A ☐ Es schwankt stark – Hochs und Tiefs wechseln sich ab.
- B ☐ Ich bin häufig eher energiearm.
- C ☐ Relativ konstant und leistungsfähig.
14. Wie reagierst du nach intensiver körperlicher Belastung?
- A ☐ Ich bekomme starken Appetit, oft auf schnelle Kohlenhydrate.
- B ☐ Ich habe wenig Hunger, selbst nach Sport.
- C ☐ Ich achte bewusst auf Regeneration und ausgewogene Mahlzeiten.
15. Wie würdest du dein Verhältnis zum Essen insgesamt beschreiben?
- A ☐ Emotional geprägt – Essen reguliert meine Stimmung.
- B ☐ Funktional oder nebensächlich.
- C ☐ Bewusst, wertschätzend und strukturiert.
Auswertung
Zähle nun, wie oft du A, B oder C angekreuzt hast.
Überwiegend A: Der Stress-Esser
Du nutzt Essen häufig zur emotionalen Regulation. Unter Druck reagierst du mit vermehrter Nahrungsaufnahme, oft schnell, impulsiv und ohne echte Körperwahrnehmung. Typisch sind Heißhunger, starke Blutzuckerschwankungen und ein Essen »nebenbei«.
Dein Entwicklungspotenzial:
- Achtsamkeitstraining beim Essen
- Stabilisierung des Blutzuckers durch strukturierte Mahlzeiten
- Alternative Stressventile (Bewegung, Atemtechniken, kurze Regenerationsfenster)
Dein Ziel ist nicht Verzicht – sondern Selbststeuerung.
Überwiegend B: Der Stress-Hungerer
Stress dämpft dein Hungergefühl. Du neigst dazu, Mahlzeiten auszulassen oder deutlich zu wenig zu essen. Das kann zu Nährstoffdefiziten, Muskelabbau, hormonellen Dysbalancen und chronischer Erschöpfung führen.
Welcher Esstyp bis du?
- Verlässliche Essensstruktur unabhängig vom Appetit
- Stärkung der Körperwahrnehmung
- Sanfter Aufbau von Muskelmasse durch moderates Krafttraining
- Stressregulation über Nervensystemarbeit (z. B. Atmung, Entspannung)
Dein Ziel ist Stabilität – nicht Kontrolle.
Überwiegend C: Der balancierte Esstyp
Du verfügst über eine gute Selbstwahrnehmung, erkennst Hunger- und Sättigungssignale und regulierst Stress überwiegend ohne Essen oder Nahrungsverzicht. Dein Energielevel ist vergleichsweise stabil.
Dein Entwicklungspotenzial:
- Feinschliff statt Grundveränderung Optimierung von Nährstofftiming (z. B. bei Sport)
- Vertiefung von Achtsamkeit und Regeneration
- Bewahrung deiner gesunden Routinen auch in herausfordernden Phasen
Dein Ziel ist Nachhaltigkeit – nicht Perfektion.
Erkennst du dich wieder? Bewusstsein ist der erste Schritt. Veränderung beginnt dort, wo du deine Muster verstehst.
Fastenzeiten wirken wie ein Verstärker für Selbstwahrnehmung. In der Reduktion entsteht Wahrnehmung. In der Pause entsteht Klarheit. Und genau hier wird dein persönliches Essmuster sichtbar. Wenn du das erleben möchtest, freue ich mich, dich bei einem meiner Fastenangebote zu treffen. Hier geht's zu den >> Fastenterminen